Was wird gemessen?



Gemessen wird die Herzfrequenzvariabilität (HRV), also die mehr oder weniger rhythmischen Schwankungen der Herzrate, die exakt messbar sind. Allgemein herrscht die Annahme vor, dass ein gesundes Herz möglichst regelmäßig, sprich gleichmäßig schlagen sollte. Das Gegenteil jedoch ist der Fall: Der Herzrhythmus eines gesunden Herzens variiert ständig um kaum wahrnehmbare Differenzen im Millisekundenbereich. Einfach ausgedrückt: Je kranker der Mensch, umso gleichmäßiger, je gesunder, umso variabler die Abstände der einzelnen Herzschläge.

Was aber ist die Ursache, das ein gesundes Herz mit einem gesunden Herzrhythmus so variabel schlägt. Ursache ist unser vegetatives Nervensystem. Diese vegetative Nervensystem, auch autonomes Nervensystem genannt, hat die Aufgabe, autonom, d.h. unabhängig von unserer Beeinflussung ablaufende, innerkörperliche Vorgänge anzupassen und zu regulieren. Dabei unterscheiden wir das sympathische Nervensystem (Sympathikus) vom parasympathische Nervensystem (Parasympathikus).

Sympathisches und parasympathisches Nervensystem besitzen antagonistische Wirkungen. Verkürzt ausgedrückt: der Sympathikus ist für die schnelle Reaktion auf Umweltreize und die Mobilisierung des Körpers verantwortlich, also vereinfacht Aktivierung ("fight or flight"), der Parasympathikus für die Beruhigung der nach außen gerichteten Aktivität, sowie der Erholung und Regeneration ("rest and digest"). Der Begriff "antagonistisch" ist aber eigentlich ungenau, da viele Funktionen des Körpers (z.B. das Hormonsystem) erst durch das harmonische, balancierte Zusammenspiel beider Systeme Leben ermöglichen. Man nennt dies dann Homöostase, das physiologische Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist.

Was für uns jetzt aber von Interesse ist, ist der direkte und längerfristige Einfluss des vegetativen, autonomen Nervensystems auf die Herzfrequenzvariabilität, also die rhythmischen Schwankungen der Herzrate. Dies gilt nicht nur für den akuten Zustand während der Aufzeichnung der Messung, sondern allgemein für den Zustand von Spannung und Entspannung, in dem wir uns befinden.

Mit dem Fühlen des Pulses kann der Arzt diese kleinen Veränderungen leider nicht wahrnehmen, die Herzfrequenzvariabilität kann nur elektronisch gemessen werden. Auch die Aufzeichnung eines Ruhe-Elektrokardiogramms kann die Variabilität nicht darstellen. Dazu bedarf es spezieller Langzeit-aufzeichnungsgeräte.


Wie funktioniert eine Messung ?

Ganz einfach und ohne großen technischen Aufwand. Sie tragen einen Tag lang ein HRV-Messgerät. Dieses ist kleiner als eine Streichholzschachtel, mobil und alltagstauglich – der Recorder wird durch 2 Klebeelektroden am Brustkorb befestigt, aktiviert und schon geht es los. Das Messgerät misst die Herzratenvariabiliät (diesen minimal unregelmäßigen Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen) über 24 Stunden, auch im Schlaf – schmerzlos, komplikationslos, nicht invasiv!


Bedeutung der HRV-Analyse

Da die Herzfrequenzvariabilität ihren Ursprung in der Funktion des vegetativen Nervensystems hat, lassen sich prinzipiell Krankheiten oder Gesundheitsstörungen erkennen, bei denen Auswirkungen auf den Herzschlag bestehen. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um Krankheiten handelt, die direkt das vegetative Nervensystem schädigen, wie zum Beispiel die direkte Schädigung der Nerven durch die diabetische Neuropathie (Nervenschaden durch Zuckerkrankheit), oder aber Krankheiten, die sich etwa über dauerhaft erhöhte Anspannung und Stoffwechselbeanspruchungen indirekt auswirken. Auch psychische Erkrankungen und Burnout-Syndrome können über eine Erhöhung des Sympathikus erkennbare Folgen auf die Herzaktivität haben. Die Herzfrequenzvariabilität kann daher auch in diesem Bereich zu diagnostischen Zwecken herangezogen werden.



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